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Modellage

Atelier > Keramik


Ohne Entwurf und ohne Modell kein Produkt

Kunsthandwerker (Studiomodelleur) und Modelleur arbeiten oft in einer von der Fabrikation unabhängigen Entwicklungsabteilung und arbeiten bei der Realisierung ihrer Entwürfe und Ideen, vom ersten Modell bis zum fertig dekorierten Service oder bis zu den letzten Formen einer neuen Serie mit. In unserem Atelier sind diese Abläufe stark vereinfacht und der Kunsthandwerker ist in jedem einzelnen Produktionsablauf aktiv. Das Atelier bietet bei Bedarf auch Platz für kreativ begabte Mitarbeiter an.

Durch das  kreative und auch alltägliche Miteinander werden sich sowohl Talente als auch Charakterliches multiplizieren, wir halten uns deshalb an: 1. Thessalonicher 4,9-12.

Grundlage des Entwurfs und der Vorlage für alle weiteren Produktionsschritte ist die Zeichnung. Ausgehend von dieser Zeichnung wird ein Ton- bzw. Gipsmodell angefertigt. Bei der Anfertigung des Modells muss der Keramikmodelleur die spätere Schwindung (ca. 12-20% je nach Porzellanzusammensetzung), also das Kleinerwerden (Schwinden) des Porzellanstücks, beachten. Das heißt, das Modell muss um ca. diese 12-20% größer angefertigt werden.

Die so genannte "Mutterform" wird vom Modelleur bzw. Modelleinrichter anschließend (nach einem Gießtest) mit Kunststoff behandelt. Diese Mutterform dient zur späteren Anfertigung der Einrichtungsformen aus Hartgips oder Kunststoff. Erst mit den darin abgegossenen Arbeitsformen (Gießformen) kann der Produktionsaufwand bestimmt werden.

Bei der serienmäßigen Fertigung feinkeramischer Erzeugnisse werden Arbeitsformen in großen Stückzahlen benötigt. Diese müssen in einem möglichst einfachen Arbeitsverfahren hergestellt werden, was mit Hilfe von den oben beschriebenen Modelleinrichtungen möglich ist. Modelleinrichtungen werden duch Abgießen der Modellformen gefertigt. Die Gestaltung der Modelleinrichtung ist abhängig von der Modellform. Wir unterscheiden Modelleinrichtungen für Drehformen und Gießformen. In unserem Atelier werden nach dem gleichen Prinzip Kleinserien angefertigt.

Jede Ungenauigkeit und Unebenheit auf den Modellflächen überträgt sich auf die davon abgegossenen Formen und somit auf jedes aus ihnen hergestellte Stück. Bei der Herstellung der Modelle ist besonders das Verhalten des keramischen Werkstoffes (Porzelan) wärend des Glattbrandes zu beachten.

Die sorgfältige Arbeit und die Empfindlichkeit des Porzellanrohlings soll uns in der Atelierarbeit stets daran erinnern, wie verletztbar und prägbar Frischlinge im Glauben sind. Wir wollen ermahnt bleiben, dass einzig Gottes Liebe und Gerechtigkeit uns formen darf.


Durch den Brand kann es bei einzelnen Körpern zu starken Deformationen kommen, die von Größe und Form sowie vom Werkstoff abhängig sind.

Ein Gestalter bzw. Modelleur, der über Erfahrungen in der Modelltechnik verfügt, wird diese Möglichkeit der Deformationen bei der Herstellung der Modelle bereits mitberücksichtigen.


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